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Rutentest : Berkley Skeletor Series One
Opa — Di, 10/21/2008 - 00:18
Was das Angelgerät angeht, so hat jeder seine eigenen Vorstellungen und Vorlieben.
Hier kommt die Berkley Skeletor Series One 2,40 m (WG: 15-40g) auf den Prüfstand..
Ich selber habe in meinem bisherigen Anglerleben eine Menge an verschiedenem Gerät von unterschiedlichen Herstellern besessen und später aus meinen Erfahrungen heraus eine ganze Zeit nur noch Ruten von bestimmten Herstellern (Sportex, Shimano, Abu etc.) gekauft. Ich wählte mein Tackle getreu dem Motto :"Wer billig kauft, kauft zweimal" und gehe ausserdem (ganz objektiv betrachtet) mit hochwertigerem Gerät einfach um einiges pflegsamer um..
Insofern sind bei mir über die Zeit vor allem die Ruten gut erhalten, die ein bisschen kostspieliger in der Anschaffung waren.
Und Hierzu: Ich bin mir darüber im Klaren, dass teurer nicht gleich besser heisst und dass auch andere Mütter schöne Töchter haben.(Abgesehen davon mag so manch einer zu den angesprochenen Marken vielleicht ganz anderer Meinung sein..)
Aber nichts destotrotz : Mein erster Gerätetest ist einer Rute aus dem etwas günstigeren Breitbandsegment gewidmet:
Der Berkley Skeletor Series One
Auf einen Blick : Rutenlänge : 2,40m
Wurfgewicht : 15-40g
Teilung : 2geteilt
Einsatzgebiet : mittleres Spinnfischen
Die Rute fiel mir in einem Katalog eines Angelgerätegroßhandels durch ihre moderne Optik und den attraktiven Preis auf, weshalb ich mir schon bald ein Exemplar zugelegt habe und mir den Stock ein wenig genauer anschaute.
Ich habe mich für die kräftigere, 2,40m lange Version der Rute entschieden, da mir bisher eine Rute in dieser Länge für das mittelschwere Fischen mit größeren Dropshotködern und mittleren Shads (zB. in der Elbe) fehlte. Besonders unter Brücken und Bäumen kann eine vergleichsweise kürzere Rute ein wahrer Segen sein, denn zwischen Ästen und Beton ist Platz meist Mangelware!
Mit etwa 100€ nicht unbedingt der Maybach unter den Ruten, macht sie aber schon bei der ersten Inspektion einen recht soliden Eindruck.
Der leichte, schnelle Blank mit 7 Ringen und "filetiertem" Moosgummigriff (wodurch wohl unter anderem auch das geringe Gewicht zustande kommt) aus qualitativ hochwertigen Komponenten ist sauber verarbeitet.
Das Design der Rute wie auch die moderne Rollenhalterung der Berkley empfinde ich als ansprechend, wobei die Rollenhalterung ein wenig wirkt, als wäre sie die Achillessehne der Rute. Der Schraubverschluss erwies sich durch das Plastikgewinde bei der Testrute als nicht sonderlich stabil.
Dennoch:
Angestachelt von lauter Vorfreude fand ich mich auch bald am Fluß zum Testfischen wieder. Gefischt habe ich die Rute mit einer 2500er Stradic Mgfb und 15 lbs geflochtener Fireline. Als Köder verwendete ich 11 und 12 cm Shads an 12-22 g schweren Bleiköpfen und 7" und 10" Fin-S Fish an 20-30g DS-Bleien bei auflaufendem Wasser.
Bei den ersten Gehversuchen mit der Rute fiel mir auf, dass der Spitzenring etwas unangenehme Geräusche an der 15 Pfund Geflochtenen hervorbrachte. Kann ein Materialfehlergewesen sein - ich habe jedenfalls den Ring durch einen anderen Spitzenring zu ersetzt und damit dieses Problem aus der Welt geschafft. Ausserdem war für mich anfangs die Rutenlänge etwas ungewohnt, da ich sonst an Buhnen und Steinschüttungen angeln gehe und hier Ruten in einer Länge von 2,70 m fische.
Nach dieser anfänglichen Unsicherheit war ich recht schnell vom Handling der Skeli überzeugt!
Beim Biss konnte ich schneller mit einem Anhieb aus dem Handgelenk reagieren als ich es von meinen doch etwas schwereren Jigruten gewohnt war und weshalb mir die Rutenlänge auch für das Spinnfischen vom Boot sehr viel mehr zusagt, als 3 meter Gerten. Erstaulich finde ich auch, wie straff die Rute für ihr Gewicht ist. Selbst Meterhechte stellen für sie kein wirkliches Problem dar.
Am Testtag meinte es auch Petrus gut mit mir und ich konnte in recht kurzer Zeit insgesamt 5 Zander auf die Schuppen legen. Davon 4 kleinere und einen schönen 76er. (Foto)
Fazit:





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Die Rute macht einfach Spaß und bietet ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Ich empfinde sie als ein echtes Arbeitstier und sowohl kleinere Köder ab fünf zentimeter als auch mittelgroße Köder um die 15 zentimeter wie Wobbler und Twitchbaits lassen sich mit ihr noch anständig führen. Für das angesprochene Anwendungsgebiet habe ich damit genau das gefunden, was ich gesucht habe.
Die Skeli hat sich im Test bewährt, denn sie kann sowohl von ihren Wurf- als auch Drilleigenschaften mit Ruten höherer Preiskategorien mithalten.
Und nicht nur mich konnte sie überzeugen: Die beliebte Rute gehört heute zum Standardrepertoire vieler Barsch und Zanderfischer und hat sogar einen Platz in der Kategorie "beste Raubfischrute" bei den Blinker Awards 2008 abgeräumt.

