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Angeltrip nach Süsel 2008

Opa — Mo, 10/27/2008 - 23:07

 Nach langer Planung und unglaublich viel Vorfreude stand ein weiteres mal das alljährliche Herbst-Hechtangeln vor der Tür!

 
Ivo war noch schnell in New York, Markus in Bonn und Raldo am Flughafen - da packten wir unsere sieben Sachen und los ging er..
 
Vier Tage lang Hechtangeln auf dem Süseler See, ein See in Ostholstein, zu dem wir schon seit vielen Jahren zumindest für ein-zwei Wochenenden im Jahr fahren..                                                                                                                                                   
Dieses mal haben wir alles durchgeplant - jedes noch so kleine Detail genau überlegt. Wir haben die neusten Gummiköder im Netz bestellt, neue Kescher gekauft, Drillinge geschärft ,sogar Heringe besorgt und selbst ein Nachtangeln auf Hecht haben wir angedacht!      
Die Vorfreude reichte soweit, dass z.B.: Markus Freundin ihn mehrfach ermahnte, die Worte "Angeln" und "Süsel" doch bitte nicht mehr von sich zu geben...
Aber wie sagt man so schön?! Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt...
Bei der Ankunft auf dem Hof kam uns gleich Frau Liebe, die Ehefrau des hiesigen Fischereimeister Seniors, entgegen :
"Wird ganz schlecht gefangen! Das Wasser ist zu klar.." So waren ihre Worte.
 
Der Süseler See ist ein Mysterium! Wir haben hier schon fast alles erlebt..
Von Sternstunden mit reichlich großen Hechten und tollen Zandern bis zu ganzen Schneiderwochenenden ohne auch nur einen vernünftigen Fisch zu sehen. Aber das ist wohl das was den Reiz unseres Hobbys ausmacht.

 
"Papperlapapp! Wir können das!!" dachten wir uns und machten und beim Steg selber ein Bild von dem Elend. 
Und Tatsächlich! Das Wasser war Glasklar. Selbst in 4 meter Tiefe konnte man mühelos auf den Grund sehen! Und dabei hatten wir doch zumindest mit den einzigen trockenen Tagen in dieses Wochen enormes Glück mit der Wetterfee gehabt!
Das Klarwasserstadium (übrigens eine ganz natürliches jahreszeitliches Phänomen) ist in diesem Herbst besonders heftig ausgefallen..
Die im Sommer gewachsenen Algen wurden vom Zooplankton (Krebse und andere Kleinorganismen) größtenteils aufgezerrt und die Winde haben den Wasserkörper durchmischt. ( Für eine genaue Beschreibung siehe barsch-alarm.de/News/print/sid=491.html )     
Somit hiess es: verschärfte Bedingungen!
 
Schon am ersten Angeltag merkten wir, wie schwierig es werden würde. Außer einem einzigen (dazu noch ziemlich dreisten) Nachläufer bekamen wir an all unseren Hotspots keine müde Flosse zu sehen. Die erste Überlegung war : Die Fische stehen wohl an den Kanten. Die flachen Uferzonen fallen teilweise recht abrupt auf eine etwas tiefere und damit auch dunklere Ebene ab. Hier war es wo wir die Fische vermuteten.
Doch es nütze alles nichts. Flachlaufende Wobbler, Jerkbaits, langsam geführte Suspender, Gummifische, Softjerks und selbst Dropshots.. Wir haben alles probiert... Zunächst mal ohne Erfolg.

Am zweiten Tag dann, beim Wurfangeln, hing dann aber endlich der erste Fisch! Kein großer aber in dem Zusammenhang ein echter Lichtblick..

Ivo mit seinem schön gezeichneten "Schneider-Freispruch"

                          Ivo fing seinen "Entschneiderer" morgens auf einen 9cm Wobbler im Hecht-Design, wenige Zentimeter vor dem Schilf.

 Wenig später konnte auch Markus auf dem anderen Boot nachlegen und fing auf ein totes Rotauge (Fauler Sack..) einen hübschen Esox.

Markus präsentiert seinen schönen Esox

 

Ich für meinen Teil war verzweifelt!

War ich nicht der der die Klappe am meisten aufgerissen hatte und nun fange ich garnichts?

Zu meinem Glück erbahmte sich dann doch noch ein halbstarker pikey auf den geschleppten Bomber einige Meter entfernt von der Schilfkante.

 Endlich kein Schneider mehr!

                            Schneider frei!

Die Motivation war zurück!

Und Ivo sagte noch: "Aufgeholt hast du nun. Normalerweise fängst du ja auf den letzten Drücker immer noch einen..." Und zack! ..bog sich wieder meine Rute. Ein weiterer Hecht hatte diesmal den tieflaufenden Yo-Zuri genommen.

Hecht Nr 2 ist im Boot!

                           Grossartig! Ist der Bann nun gebrochen?

So kann es weitergehen dachte ich. Dachte ich...

Doch Rasmus oder wer auch immer dafür zuständig ist scheint uns nicht mehr gegönnt zu haben.. Bis auf einen Zwergen ging am letzten Tag nichts mehr und wir mussten uns mit der (ernüchternden) Bilanz zufriedengeben: 7 höchstens halbstarke Hechte, keiner grösser als 75 cm..

Dennoch war es ein spitzen Wochenende und wir haben ein Menge Spass gehabt!

   

  
 
    Bis zum Frühjahr, Frau Liebe!
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